Hier
finden Sie den Vorstoss
zum CD-Recycling im Kanton Bern,
der in der März-Session 2010 vom Grossen Rat behandelt wird.
________________________________________________________________________________________
BZ 18.11.11
Migros unterstützt CD-Recycling
CDs, DVDs, CD-ROMs und Bluerays bestehen aus dem Erdölprodukt Polycarbonat,
einem Rohstoff. Aus ihrem Granulat lassen sich neue Dinge wie Töffhelme,
Stossstangen oder Monitorgehäuse fertigen. Derzeit können in
92 Migros-Filialen CDs entsorgt werden, schreibt der Grossverteiler. (...)
Bund 20.03.10
Kanton soll Recycling von CDs und DVDs fördern
Aus dem Recycling von CDs und DVDs könnten etliche Tonnen hochwertigen
Kunststoffes gewonnen werden, wenn jemand diese Aufgabe an die Hand nähme:
Der bernische Grosse Rat hat am Donnerstag ein Postulat überwiesen,
wonach die Regierung entsprechende Massnahmen prüfen soll. Obwohl
Rückgabemöglichkeiten bestünden, landeten im Kanton Bern
jährlich mehrere Millionen gebrauchte CDs und DVDs im Kehricht, führte
Ruedi Löffel (evp) in seinem Postulat
aus. (sda)
Langenthaler Tagblatt 19.03.10 / Der Grosse Rat will Verschwendung stoppen
Millionen von CDs und DVDs recyclen statt verbrennen
Schweizweit gelangen jährlich mehrere Milliarden CDs und DVDs in
den Verkauf. (Anm. lö: das stimmt nicht
ganz, es sind „nur“ etwa 190 Millionen.) Der überwiegende
Teil davon landet nach Gebrauch im Müll. Grossrat Ruedi Löffel
( EVP /Münchenbuchsee) schätzt, dass lediglich fünf bis
zehn Prozent wiederverwertet werden. «Dabei ist der Herstellungsprozess
energieintensiv und teuer. Für eine Disc von 15 Gramm werden etwa
30Gramm Erdöl gebraucht», mahnt Löffel in seinem Vorstoss,
über den der Grosse Rat gestern debattierte.
Löffel verlangt darin vom Regierungsrat Massnahmen, um das Recycling
von Discs nachhaltig zu verbessern. «Die Branchenverbände machen
ihren Job nicht. Sie argumentieren, die gesammelte Menge sei zu klein»,
klagte Löffel im Rat. Gering sei die Menge deshalb, weil niemand
wisse, «dass man und wo man CDs zurückgeben kann.» Ein
vor einem Jahr gestarteter Pilotversuch der Migros Ostschweiz verlaufe
erfolgreich und beweise, dass die Bereitschaft der Bevölkerung gross
sei, die ausgedienten Datenträger einer sinnvollen Wiederverwertung
zuzuführen.
Gegen den Willen des Regierungsrates überwies das Parlament mit 99
zu 23 Stimmen den Vorstoss.
Nun muss der Regierungsrat Möglichkeiten prüfen, wie die CD-Recyclingquote
bis ins Jahr 2015 auf «mindestens 30Prozent gesteigert werden kann».
Laut einem Merkblatt des Bundesamtes für Umwelt wird beim CD-Recycling
das Polycarbonat von Aluminium, Lacken, Klebefolie und Aufdrucken getrennt
und zu Granulat verarbeitet. Dieses könne für Produkte verwendet
werden, die hohen technischen Anforderungen genügen müssten.
(uz)
20 Minuten 19.03.10
Grosser Rat will CDs recyclen
BERN. Aus dem Recycling von CD's und DVD's könnten etliche Tonnen
hochwertiger Kunststoff gewonnen werden (20 Minuten berichtete). Der Grosse
Rat hat gestern das Postulat
von Ruedi Löffel (EVP) überwiesen, wonach die Regierung entsprechende
Massnahmen prüfen soll. „Obwohl Rückgabemöglichkeiten
bestehen, landen im Kanton im Moment jährlich noch mehrere Millionen
gebrauchte CDs und DVDs im Kehricht“, so Löffel.
Berner Zeitung / Thuner Tagblatt 19.03.10
Recycling fördern
Die bernische Kantonsregierung muss Massnahmen zur Förderung des
Recyclings von CDs und DVDs prüfen. Der Grosse Rat hat gestern einen
Vorstoss
von EVP-Grossrat Ruedi Löffel (Münchenbuchsee) als unverbindliches
Postulat überwiesen.
Le Quotidien Jurassien 19.03.2010 / GRAND CONSEIL
On a parlé recyclage de CD et de DVD
Après les débats intenses de mercredi, le Grand Conseil
est revenu a des dossiers plus légers hier matin. Il s'est notamment
interesse à une motion
de Ruedi Löffel (PEV), demandant au Gouvernement de prendre des mesures
pour promouvoir le recyclage des CD et des DVD, composés en majorité
de polycarbonate. Une matière qui si elle était recyclée,
“permettrait de réduire les emissions de CO2”, a affirmé
le motionnaire. Le canton recommandait le rejet du texte, expliquant que
les CD étaient considérés comme des composants d'appareils
électroniques, et que c'était donc à l'association
suisse de la branche ainsi qu'aux points de vente de les récupérer.
La proposition du député du PEV a finalement passé
la rampe sous forme de postulat, une majorité estimant que le Gouvernement
devait lui aussi soutenir ce genre démarches et participer à
la recherche de solutions. CLR
DRS Regionaljournal BE FR VS 18.03.2010, 12.03 Uhr (Link)
Grosser Rat BE will besseres Recycling von alten CDs
Das bernische Kantonsparlament kümmert sich zuweilen auch um Details.
So hat es der Regierung einen Prüfungsauftrag erteilt, wie man Millionen
alter CDs und DVDs wiederverwertet, statt die Scheiben zu verbrennen.
(1:55) (Link).
sda / BZ und Bund online 18.03.10
Kanton soll Recycling von CD's und DVD's fördern
Aus dem Recycling von CD's und DVD's könnten etliche Tonnen
hochwertiger Kunststoff gewonnen werden, wenn jemand diese Aufgabe an
die Hand nähme.
Der bernische Grosse Rat hat am Donnerstag ein Postulat
überwiesen, wonach die Regierung entsprechende Massnahmen prüfen
soll. Obwohl Rückgabemöglichkeiten bestünden, landeten
im Kanton Bern jährlich mehrere Millionen gebrauchte CD's und DVD's
im Kehricht, führte Ruedi Löffel (EVP/Münchenbuchsee) in
seinem Postulat aus.
Die Datenträger bestünden zu über 90 Prozent aus Polycarbonat,
dessen Herstellungsprozess energieintensiv sei. Ein Pilotversuch in der
Ostschweiz habe eine grosse Bereitschaft der Bevölkerung gezeigt,
die ausgedienten CD's und DVD's einer sinnvollen Wiederverwertung zuzuführen.
Kanton könnte helfen
Verschiedene Votanten im Rat wollten nicht, dass dieses Recycling eine
kantonale Aufgabe werde. Der Kanton könnte aber mithelfen, eine Lösung
aufzugleisen, wie Andreas Hofmann (SP/Bern) sagte. Es brauche mindestens
eine Informations- und Sensibilisierungskampagne, um auch auf diesem Gebiet
den CO2- Ausstoss zu reduzieren.
Der Regierungsrat empfahl das Postulat zur Ablehnung. Nicht etwa, weil
er gegen das Disc-Recycling an sich war, sondern weil er angesichts der
laufenden Bestrebungen der Branche Fördermassnahmen auf Kantons-
und Gemeindeebene für wenig sinnvoll hielt. Das Parlament war indessen
anderer Meinung und verlangte mit 99 zu 23 Stimmen, dass die Regierung
das Anliegen prüft.
Bund 13.02.10
CD-Recycling nimmt Form an, Nutzen ist jedoch bescheiden
Versuche des CD-Recyclings sind vielversprechend, anfallende
Mengen bleiben aber sehr klein. Von Reto Wissmann
Dieser Tage wird viel über CDs diskutiert. Dabei interessieren aber
nur ganz bestimmte CDs mit ganz bestimmten Bankdaten drauf. Über
die 190 Millionen anderen glänzenden Scheiben, die jährlich
in der Schweiz verkauft werden, macht sich hingegen kaum jemand Gedanken.
Werden sie nicht mehr gebraucht, landen sie meist im Müll und werden
verbrannt. Das wertvolle Polykarbonat geht dabei in den sprichwörtlichen
Rauch auf.
Unterdessen mehren sich aber die Versuche, die jährlich gegen 3000
Tonnen hochwertigen Kunststoffs dem Recycling zuzuführen. Der Erfolg
ist jedoch sehr unterschiedlich. Viel Eigeninitiative bewies beispielsweise
Oliver Jäggi, Gemeindeschreiber der kleinen Seeländer Gemeinde
Merzligen. Nach einer Anfrage aus der Bevölkerung begann er sich
Gedanken über die Wiederverwertung alter CDs und DVDs zu machen.
Kurzerhand informierte er sich über Materialeigenschaften und Rückgabemöglichkeiten,
stellte auf der Gemeinde eine Schachtel bereit, publizierte im Dorfblatt
einen Aufruf, gebrauchte CDs künftig zurückzugeben, und ergänzte
den Abfallkalender entsprechend. Nach einem halben Jahr fällt seine
Bilanz jedoch ernüchternd aus: In der Schachtel liegen gerade einmal
20 Discs, etwa 15 davon stammen von der Gemeindeversammlung selber. «Offenbar
entspricht das keinem Bedürfnis», sagt Jäggi.
Regierung will nicht aktiv werden
Ganz anderer Meinung ist Ruedi Löffel. «Hauptgründe für
die vermeidbare Verschwendung von wertvollen Ressourcen sind vermutlich
die mangelnde Information der Bevölkerung und das Fehlen spezifischer
Sammelbehälter», sagt der EVP-Grossrat. In einer Motion fordert
er daher den Regierungsrat auf, Massnahmen zu ergreifen, um die Recyclingquote
bis 2015 von geschätzten 5 bis 10 Prozent auf 30 Prozent zu erhöhen.
«Das Rezyklieren von Polykarbonat trägt
dazu bei, den CO2 zu reduzieren und die nicht erneuerbare Ressource Erdöl
zu schonen», so Löffel. Der Regierungsrat befürwortet
zwar CD-Recycling grundsätzlich, will aber nicht selber aktiv werden.
Wie aus seiner kürzlich publizierten Motionsantwort hervorgeht, setzt
der Kanton auf das Engagement der Händler. Wie Elektrogeräte
müssen CDs und DVDs von den Verkaufsstellen zurückgenommen werden.
Dieses Angebot werde aber nicht aktiv propagiert. Ausserdem sei nicht
sichergestellt, dass die eingesammelten CDs tatsächlich wiederverwertet
und nicht verbrannt würden.
Alte CDs nach China verschifft
Musterschülerin unter den Verkaufsstellen ist derzeit die Migros.
Seit einem Jahr sammeln drei grosse Ostschweizer Filialen gebrauchte CDs.
Die Resultate des Versuchs sind laut Migros vielversprechend. Bisher kamen
1200 Kilogramm zusammen. Bei einem Gewicht von 15 Gramm pro Stück
sind das 80 000 Discs. Das Sammelgut wird nun nach China verfrachtet,
dort zu Granulat verarbeitet und wieder der Industrie zugeführt,
die daraus zum Beispiel Töffhelme, Brillengestelle oder medizinische
Geräte herstellt. Laut Silke Seichter von der Migros Ostschweiz wird
das CD-Recycling nun in weiteren Filialen eingeführt. In der Migros
Aare, zu der auch der Kanton Bern gehört, sollen noch in diesem Jahr
die Retouretten der MMM- und MM-Filialen mit CD-Schlitzen ausgestattet
werden. Ob sich CD-Recycling jedoch durchsetzen wird und ob sich der Aufwand
dafür überhaupt lohnt, bleibt offen. Coop, ansonsten beim Thema
Nachhaltigkeit oft vorne mit dabei, will derzeit jedenfalls nichts unternehmen.
CDs könnten in allen Interdiscount-Filialen (gehören zu Coop)
zurückgegeben werden, teilt der Grossverteiler mit. Die gesammelten
CDs werden aber nicht etwa wiederverwertet, sondern entsorgt, «was
bei den kleinen Mengen ökologisch durchaus Sinn macht», wie
Denise Stadler von Coop sagt. Tatsächlich nehmen sich die knapp 3000
Tonnen CDs, die maximal gesammelt werden könnten, im Vergleich zu
anderem Sammelgut bescheiden aus: In der Schweiz werden derzeit etwa 36
000 Tonnen PET, 300 000 Tonnen Glas und 1,4 Millionen Tonnen Papier gesammelt.
Hinzu kommt, dass bei CDs die Hüllen oft ein Vielfaches der eigentlichen
Disc wiegen. Diese werden jedoch nicht gesammelt, da sie laut Migros aus
anderen Kunststoffen bestehen und von den CDs getrennt werden müssten.
Das Gefühl der Konsumenten
Claudia Stocker, die im letzten Jahr den Pilotversuch in der Migros Ostschweiz
initiiert hatte, zweifelt dennoch nicht am Sinn des CD-Recyclings. Grundsätzlich
lohne sich jedes Gramm Erdöl, das sich zurückgewinnen lasse.
CDs bestünden aus einem hochwertigen Kunststoff und liessen sich
einfach rezyklieren. Und schliesslich: «Die Leute haben den Eindruck,
CDs bestehen aus etwas Wertvollem.» Für diesen Eindruck ist
aber vor allem die hauchdünne Aluminiumschicht verantwortlich –
und diese wird nicht wiederverwertet.
20 Minuten Bern 02.02.10
CDs landen weiterhin im Müll
BERN. Mehrere Millionen CDs landen im Kanton Bern jährlich im Abfall.
Mit Disc-Recycling könnte man die Umwelt erheblich schonen, schlug
EVP-Grossrat Ruedi Löffel vor. Doch sein Vorstoss fand bei der Regierung
kein Gehör: Sie hofft, dass die Grossverteiler und Elektro-Anbieter
ein Recyclingsystem aufbauen. Kanton und Gemeinden müssten sich daran
nicht beteiligen. Löffel ist enttäuscht: «Es bleibt die
Hoffnung, dass das Parlament der Regierung bei der Behandlung der Motion
Beine macht.»
DRS1 3.8.2009, 08.20 Uhr
Gute Chancen für CD-Recycling
In der Schweiz gibt es Pläne für ein nationales Sammelsystem
für ausgediente CD. Für die Umsetzung entscheidend sind die
Ergebnisse eines Pilotprojekts, das zur Zeit in drei Migros-Filialen läuft.
Und dort sind die ersten Erfahrungen positiv: Von März bis Mitte
Juli sind 500 Kilogramm CD zusammengekommen. (Link)
Volksstimme Nr. 86 Baselbiet 24.07.09
CDs wiederverwerten – Erdöl sparen
Liestal | CDs und DVDs gehören nicht in den Kehricht, sondern
in die Wiederverwertung:
Per Postulat will die Liestaler EVP-Landrätin Elisabeth Augstburger
die Baselbieter Regierung im September bitten, Massnahmen zu prüfen,
um das Recycling der glänzenden Scheiben im Baselbiet nachhaltig
zu verbessern. Die Recyclingquote solle bis ins Jahr 2015 von heute geschätzten
5 bis 10% auf mindestens 30% gesteigert werden. Dass nicht ein grösserer
Anteil der Wiederverwertung zugeführt wird, führt Augstburger
auf mangelnde Information der Bevölkerung sowie das Fehlen von spezifischen
Sammelbehältern zurück.
CDs und DVDs werden hauptsächlich aus Erdöl hergestellt. Sie
bestehen zu über 90% aus Polycarbonat, einem pflegeleichten Kunststoff
mit hoher Transparenz, Temperaturbeständigkeit und beachtlicher Resistenz
gegen Verformungen. Im Recyclingprozess könne das Polycarbonat in
hoher Reinheit wiedergewonnen werden und diene dann als Ausgangsstoff
für eine Vielzahl neuer Produkte beispielsweise in der Medizintechnik.
Allerdings existiere in der Schweiz noch keine Disc-Recycling-Anlage,
da die bisher gesammelten Mengen zu klein seien. vs.
20 Minuten Basel 24.07.09
CD-Recycling soll gefördert werden
Die meisten CDs landen im Müll, obwohl mit ihrer Wiederverwertung
Erdöl gespart und Rohstoffe wiedergewonnen werden könnten:
Dies findet die Baselbieter EVP-Landrätin Elisabeth Augstburger und
fordert den Regierungsrat auf, das Recycling der Silberlinge zu fördern.
An Sammelstellen könnten auch CD-Container hingestellt werden. Das
gewonnene Polycarbonat ist in der Auto- und Medizintechnik sehr gefragt.
Bis 2015 soll die Recyclingquote auf 30% gesteigert werden. Seit März
nimmt die Migros Ostschweiz bereits erfolgreich CDs zum Recycling entgegen.
Der Pilotversuch scheint Schule zu machen. «Wir könnten dem
Beispiel folgen», sagt Migros-Basel-Mediensprecher Dieter Wullschleger:
«Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig.» (lha)
TeleBärn News 23.07.09
CD’s und DVD’s entsorgen?
Der Berner EVP-Grossrat Ruedi Löffel verlangt,
dass in Zukunft CD's und DVD's fachgerecht entsorgt werden sollen.
(Link1
/ Link2)
   
  
bernerzeitung.ch 23.07.09
Motionär fordert Recycling von CD’s und DVD’s
Mit Recycling von CD’s und DVD’s den CO2 -Ausstoss
reduzieren und Erdöl sparen. Das fordert EVP-Mann Ruedi Löffel
in einer Motion.
Er fordert in seinem Schreiben die Regierung auf die Recyclingquote
im Kanton Bern von rund zehn Prozent auf mindestens 30 Prozent zu steigern.
Der Grund warum bis heute nur wenig CD’s und DVD’s wiederverwertet
worden sind, sieht Löffel darin, dass Sammelbehälter fehlen
und die Bevölkerung zu wenig darüber weiss.
Der Motionär hält in seinem Schreiben fest, dass zur Herstellung
einer CD 30 Gramm Erdöl verbraucht wird. Im Recyclingprozess kann
Polycarbonat - aus dem CDs bestehen - hoher Reinheit wieder gewonnen werden.
Das Material diene dann zur Herstellung von Produkten in der Medizinaltechnik.
(pd/fz)
20 Minuten Bern 23.07.09
Kanton Bern soll nun auch für CDs Recycling anbieten
Früher heiss begehrt, werden alte CDs zunehmend zum Entsorgungsproblem.
Der Kanton Bern soll nun eine Pionierrolle beim Recycling übernehmen.

Grossrat Ruedi Löffel fragt sich, wo er mit seinen CD-Stapeln
hinsoll. (mar)
«CDs und DVDs gehören nicht in den Müll»,
sagt EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Seit MP3-Player die herkömmlichen
Tonträger abgelöst ¬haben, stapeln sich überall nutzlos
gewordene Silberscheiben. Dazu kommen Unmengen selbst gebrannter Computer-CDs
mit veralteten Daten. «Allein im Kanton Bern werden jährlich
gegen 25 Millionen CDs weggeworfen, für jede einzelne wurden bei
der Herstellung 30 Gramm Erdöl verbraucht», schätzt Löffel.
Mit einer Motion will er die Regierung nun verpflichten, alles zu unternehmen,
damit spätestens ab 2015 mindestens ein Drittel der entsorgten CDs
wiederverwertet wird. Dazu brauche es vor allem Sammelbehälter und
eine bessere Information der Bevölkerung. «Das Recycling könnte
sogar ein lohnendes Geschäft sein», weiss Löffel: Im Ausland
hätten sich bereits Firmen auf die Rückgewinnung von Polycarbonaten
aus CDs und DVDs spezialisiert. Patrick Marbach.
zurück
|